PMDS - Tipps & Hilfe

Guten Abend,

Ich habe leider mit starker PMDS zu kämpfen und hoffe, dass ich hier Tipps bekomme, damit die Symptome besser werden.

Meines Wissens nach ist PMDS noch nicht so gut erforscht, aber ich bin über jeden Tipp dankbar.

Die PMDS ist bei mir noch nicht ärztlich diagnostiziert, da ich keine Hormone einnehme und dies auch eigtl vermeiden möchte. Ich bin 29 und hatte jahrelang mit ausbleibender Periode zutun ( wegen jahrelangem Diäten und Low FAT Bodybuilding Diäten) daher bin ich eigtl froh, dass meine Periode mittlerweile wieder kommt.

Leider ist es aber so, dass mich die PMDS stark beeinträchtigt und besonders psychisch geht es mir damit gar nicht gut.

An Supplementen nehme ich aktuell das Multi, Omega 3, Zink, Mangesium & Creatine.

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Welche Symptome hast du? Das zu wissen wird helfen spezifischere Ansätze zu nennen. Und weißt du ob du monatlich einen Eisprung hast? Blutwerte und Hormone einmal überprüfen lassen?

Habe leider starke depressive Verstimmungen und damit auch im Alltag zu kämpfen. Fange manchmal einfach an zu weinen. Und ich habe starke Schmerzen.

Das Mit dem Eisprung kann ich leider nicht genau beantworten .. und meine Hormon und auch Blutwerte habe ich erst abnehmen lassen ( laut Arzt war damit alles gut )

Hier sind ein paar meiner Werte :

Ferritin 52

TSH 1.16

FSH 2.1

LH 3,18

Östradiol 135

Progesteron 5,4

Testosteron 0,25

Lg :smiling_face:

Guten Morgen Laura, wann im Zyklus wurden die Blutwerte abgenommen? Erst dann lassen sich die Werte interpretieren. Ggf. Sind sie sogar nicht aussagekräftig genug je nach Zyklus Phase.

Und kennst du deinen Vitamin D Wert? Wenn der zu niedrig ist, könnte das mit depressiven Verstimmungen zusammenhängen.

bist du Normalgewichtig?

ab welcher Phase / welchem Tag in deinem Zyklus spürst du die depressiven Verstimmungen und die Schmerzen? (Unterleibsschmerzen?)

Liebe Grüße

Hey Florentine,

Die Werte wurden ca 2 Tage vor Beginn meiner Periode abgenommen, da hatte es auch angefangen mit den depressiven Verstimmungen.

Mein Vitamin D Wert hatte ich auch mit abnehmen lassen, der war aber im normalen Bereich.

Die Unterleibsschmerzen habe ich dann direkt mit Beginn der Periode.

Ich bin normal gewichtig, mache viel Krafttraining und wiege ca 67kg auf 169m.

Lg

Liebe Laura,

Hier ein paar Punkte, die dir vielleicht weiterhelfen:

1. Der Zeitpunkt deiner Blutabnahme: ca. 2 Tage vor der Periode stürzen die Hormone Östradiol und Progesteron natürlicherweise stark ab, um die Periode einzuleiten. Ein Progesteronwert von 5,4 und Östradiol von 135 sind für das Ende des Zyklus nicht ungewöhnlich. Diese Werte sagen also leider überhaupt nichts darüber aus, ob du in der Mitte deiner zweiten Zyklushälfte (ca. 7–9 Tage nach dem Eisprung) genug Progesteron hattest. Normalerweise bestimmt man bei deinem Beschwerdebild ungefähr 7 Tage nach dem vermuteten Eisprung diese Hormone. Nur dann kann man eine Gelbkörperschwäche wirklich beurteilen, die zu einer depressiven Symptomatik beitragen kann.

2. Der Bezug zu deiner Diät-Vergangenheit: Da du jahrelang unter einer ausbleibenden Periode (hypothalamische Amenorrhö) gelitten hast, reagiert dein System vermutlich extrem sensibel auf Energiemangel. PMDS ist oft keine reine Hormonstörung, sondern eine Überempfindlichkeit des Gehirns auf die ganz normalen hormonellen Schwankungen, die durch Stress (jeglicher Art) verstärkt wird. In der zweiten Zyklushälfte ist daher ein Kaloriendefizit zu vermeiden, vor allem wenn du viel Krafttraining machst. Der Körper braucht in dieser Phase ca. 100–300 kcal mehr und insbesondere gesunde Fette (essentiell für die Hormonbildung) und komplexe Kohlenhydrate, um den Cortisolspiegel (Stress) flach zu halten.

3. Ergänzung deiner Supplemente: Deine Basis ist schon richtig gut! Bei PMS/PMDS gibt es aber noch ein paar spezifische Ansätze, die du dir anschauen könntest, zum Beispiel Calcium + Vitamin B6 (als aktives P5P). Diese Kombination ist in Studien bei PMDS-bedingten Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen erstaunlich gut untersucht und wirksam. Safran-Extrakt gilt in der Naturheilkunde als sanfter Stimmungsaufheller für die Lutealphase. Mönchspfeffer (Agnus Castus) kann helfen, die Progesteronphase zu stabilisieren. Aber Vorsicht: Bei Frauen mit einer Historie von ausbleibender Periode kann er den Zyklus manchmal auch wieder durcheinanderbringen. bei mir persönlich zum Beispiel war das der Fall.

Führe am besten über zwei Monate mal ein genaues Symptomtagebuch. Schreib täglich auf, wie es dir psychisch und physisch geht. Wenn die depressiven Verstimmungen schlagartig 1–2 Tage nach dem Einsetzen der Periode verschwinden, untermauert das den PMDS-Verdacht. Such dir am besten eine gynäkologische Praxis, die explizit auf Endokrinologie oder PMS/PMDS spezialisiert ist – die Aussage deines Arztes „alles gut“ greift bei der Komplexität von PMDS leider oft zu kurz.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du einen Weg findest, der dir Linderung verschafft!

Liebe Grüße

Hey Florentine,

Vielen Dank für deine ganzen Tipps & den wertvollen Input :slight_smile:

Ich werde mich nochmal intensiver mit dem Thema befassen & mich mal umhören ob ich bei mir in der Nähe Ärzte habe, die sich speziell mit dem Thema auskennen :folded_hands:t2:

ganz lieben Dank dir :smiling_face:

Hey Laura,

erstmal danke, dass du das Thema hier so offen teilst. :slight_smile: PMDS wird leider oft unterschätzt, dabei ist der Leidensdruck gerade psychisch oft richtig hoch. Schön, dass deine Periode nach der langen Diät-Phase überhaupt wieder da ist, das ist schon mal ein großer Erfolg deines Körpers!

Florentine hat dir ja schon super Tipps gegeben, denen kann ich mich nur anschließen.

Drei Dinge möchte ich noch ergänzen:

Du schreibst, dass du nicht genau weißt, ob du einen Eisprung hast. Das wäre tatsächlich der wichtigste nächste Schritt, denn davon hängt auch ab, wann die Blutabnahme sinnvoll ist. Am einfachsten geht das über die Basaltemperatur (morgens direkt nach dem Aufwachen messen) oder Ovulationstests aus der Drogerie. Wenn du so deinen Eisprung erkennst, kannst du etwa 7 Tage danach das Progesteron bestimmen lassen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Wert am aussagekräftigsten. Das lässt sich auch gut mit dem Symptomtagebuch kombinieren, das Florentine vorgeschlagen hat.

Zu den Unterleibsschmerzen: Die entstehen oft durch Prostaglandine. Da du Omega-3 und Magnesium ja schon nimmst, ist die Basis gut. Beim Magnesium kann es sich lohnen, wenn das Supplement die Form Glycinat enthält, das unterstützt auch den Schlaf, der bei PMDS in der zweiten Zyklushälfte oft leidet.

Was mir bei deinen Werten noch aufgefallen ist: Dein Ferritin von 52 ng/ml ist okay, aber gerade bei Erschöpfung und psychischen Symptomen darf es gerne etwas höher liegen. Da du monatlich durch deine Periode Eisen verlierst, würde ich den Wert bei der nächsten Blutabnahme einfach mit kontrollieren lassen und langfristig im Blick behalten.

Und noch als kleiner Zuspruch: Wenn die depressiven Verstimmungen sehr belastend sind, ist es auch völlig okay, sich parallel psychotherapeutische Unterstützung zu suchen. Das eine schließt das andere nicht aus. :slight_smile:

Gib gerne ein Update, wie es dir mit dem Tracking ergeht!

Liebe Grüße,
Marleen von edubily

Hey Marleen,

Vielen Dank für die ganzen Tipps :smiling_face:

Das mit dem Ovulationstest werde ich auf jeden Fall mal testen, und dann nochmal meine Hormonwerte abnehmen lassen.

Und danke auch für den Hinweis mit dem Ferritin. Ich hatte mal Eisen supplementiert und esse auch ab und zu rotes Fleisch, allerdings in letzter Zeit eher wenig oder gar nicht.

Leider waren die Ferritinwerte laut Arzt ja normal, aber die werde ich auch nochmal abnehmen lassen und ich gebe dann auch nochmal ein Update :smiling_face:

Vielen dank und liebe Grüße :smiling_face:

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