Wir stecken mitten im Kinderwunsch. Leider auch schon eine Fehlgeburt (9. Woche) hinter uns. Aktuell probieren wir es knapp wieder ein Jahr. Ich habe einige kleinere Myome, die lt. Frauenärztin aber nicht im Weg sind. Ich finde kaum was zu NEM und Myomen. Gibt es da irgendwelche Studien? Oder was habt ihr für persönliche Erfahrungen? Hat jemand hier sie wieder weg bekommen? Haben sie in der Schwangerschaft gestört? Wie sind eure Erfahrungen mit OPs und Verödung?
Es tut mir sehr leid zu lesen, dass ihr schon so eine schwere Erfahrung mit Fehlgeburt und Kinderwunsch durchmachen musstet
Deine Frage zu Myomen und NEM ist total nachvollziehbar. Die Erkrankung ist leider sehr untererforscht in Bezug darauf. Ingesamt gibt es daher keine eindeutigen Empfehlungen, aber ein paar spannende Forschungsansätze.Grundsätzlich gilt: Myome sind ein östrogen- und progesteronabhängiges Gewebe. Das heißt, die Myomzellen reagieren anders auf die normalen Hormonschwankungen im Zyklus als gesundes Gewebe. Östrogen wird oft als Haupttreiber gesehen, weil es u. a. Progesteronrezeptoren hochreguliert. Progesteron selbst stimuliert dann das Zellwachstum und die Bildung von extrazellulärer Matrix, die das Myom größer werden lassen kann. Erst die Kombination aus Östrogen + Progesteron treibt also wirklich das Wachstum voran. Das bedeutet, dass die Myomzellen überempfindlich auf ganz normale Hormonschwankungen reagieren (Q).Zu NEMs und Studien:
Vitamin D: Es gibt Hinweise aus Tier- und Humanstudien, dass ein Mangel das Myomwachstum begünstigen kann und Vitamin D das Wachstum hemmen kann (Q) (Q)
Sekundäre Pflanzenstoffe (v. a. aus in vitro- und Tierstudien): Genistein, Resveratrol und Curcumin: Alle zeigten in Labor- und Tiermodellen eine wachstumshemmende Wirkung auf Myomzellen (Q). Für den Menschen gibt es aber noch keine ausreichend großen klinischen Studien, sodass man daraus keine feste Empfehlung ableiten kann.
Ingesamt gibt es nur wenige Studien und daher leider keine konkreten Empfehlungen. Ich nehme stark an, dass du dich durch den Kinderwunsch sowieso schon mit deiner Nährstoffversorgung beschäftigt hast. Falls Vitamin D da aber noch keine Beachtung gefunden hatte, wäre es eine Idee das mal messen zu lassen.
Was mich noch interessieren würde, ob dein Frauenarzt schon andere Hormone gemessen hat und was da rausgekommen ist. Teile gerne, falls du möchtest.
Ich hoffe das hilft dir etwas weiter! Wir drücken die Daumen für eine baldige Schwangerschaft
Genau, Vit D und einige andere Stoffe supplementiere ich bereits ( bin bei einer Ärztin für funktionelle Medizin). Das einzige was bei meiner letzen Blutuntersuchung deutlich niedrig war, war Bor, und etwas niedrig Ca, Carnitin, Fe.
Mit dem Bor bin ich aber unsicher da es laut einem eurer Artikel Östrogen und Testosteron erhöht. Da meine D Ratio nicht ganz passt werde ich es aber nehmen.
Vielleicht noch zu erwähnen ist das ich Hashimoto habe, wobei ft3 ft4 mittlerweile in der oberen Norm ist dank eines Mischpräparats. Rt3 ist sehr niedrig und Antikörper zwar noch vorhanden aber deutlich niedriger als anfangs (vor 5 Jahren diagnostiziert). TPO AK 142 U/ml.
Bei einer Frauenärztin wurde jetzt bestimmt am 2. ZT:
FSH 5,5 IU / l
LH 5,2 IU/l
E2 103 ng/ l
AMH 2,53 ng/ml
Laut ihr ist Östrogen „etwas“ hoch. Ich hatte reichlich Follikel und am 9. ZT einen 23 mm Hautfollikel. Mein Eisprung ist immer recht früh ca 10 -11 ZT bei 27-28 Tage Zyklus.
Progesteron wurde letztes Jahr mal am 21. ZT bestimmt und war 2200. Laut der andern Ärztin etwas niedrig. Ist das jetzt eine Östrogen Dominanz? Oder welche andern Werte wären interessant. DHEA hatte sie auch getestet aber das war gut, hab den Wert nur nicht im Kopf.
Super, da bist du ja schon in guten Händen! Und top, dass du dein Hashimoto stabil ist. Teile gerne, welche Präparate dir da geholfen haben, falls du möchtest
Zum Progesteron: 2200 pg/ml liegt im unteren Normbereich für die Lutealphase. Das heißt dein Gelbkörper hat Progesteron produziert, aber nicht sehr viel (Gelbkörperschwäche). Das deutet daraus hin, dass es zwar einen Eisprung gab, der Gelbkörper aber nicht genug Progesteron produziert hat.
Das leicht erhöhte Östrogen spricht eher für eine relative Östrogendominanz: Nicht unbedingt, weil zu viel Östrogen da ist, sondern weil Progesteron nach dem Eisprung zu schwach nachzieht. Evtl. hilft etwas Progesteron, um die Lutealphase zu unterstützen.
Habe lange nur L Thyroxin genommen immer immer mehr und der HA wunderte sich immer dass das TSH nicht sinkt und beschuldigte mich es nicht regelmäßig zu nehmen daraufhin bin ich zu meiner Ärztin für funktionelle Medizin und mit Prohyrid (T3 + T4) passen die Werte jetzt. Und natürlich Selen, Vit D, Jod etc. eingestellt. Hatte auch eine Darmsanierung gemacht.
Progesteron nehme ich seit 3 Monaten in der zweiten Zyklushälfte, dann ist das wohl so richtig!
Oh man, das erleben wahrscheinlich viele Frauen, wenn es um die Schilddrüse und Hashimoto geht
Danke für das Teilen deiner Geschichte! Du scheinst da auf dem richtigen Weg zu sein und dann klappt es mit dem Kinderwunsch sicher auch bald Ich drücke auf jeden Fall die Daumen!
Hey sabridi, ich drück die Daumen das du das alles gut verarbeiten konntest. Das mit dem Progesteron ist ja auch wichtig damit das Kind sich richtig einnisten kann. Manche Frauen müssen das auch die Schwangerschaft nehmen. Als Tipp bei hashimoto antientzündliche Diät halten. alles Gute viel Liebe viel Glück