Liebe Community, wir wollen gerne mehr über eure Erfahrungen in den Wechseljahren hören! Welche Symptome habt ihr zuerst bemerkt, welche beeinflussen euch im Alltag am meisten und was hilft euch ingesamt am besten, um mit den Veränderungen umzugehen?
Hallo zusammen, zu dem Thema kann ich was beitragen. Ich habe zuerst gemerkt, dass ich in den Wechseljahren bin an Hitzewallungen, die unregelmäßig verteilt tags und nachts gekommen sind. Ich habe meine Regel jetzt seit 10 Jahren nicht mehr (bin 58) und zu den Hitzewallungen haben sich Schlafstörungen dazugesellt und das beeinflusst mich am meisten, weil manche Nächte einfach nur anstrengend sind und der Alltag ja trotzdem bewältigt werden muss. Ich nehme Klimadynon, um die Hitzewallungen zu reduzieren und ansonsten mache ich jeden zweiten Tag Krafttraining, esse zu jeder Mahlzeit viel Proteine und Ballaststoffe, verzichte auf Gluten, Kaffee, Alkohol und Fertigprodukte und versuche, so regelmäßig und beständig wie möglich zu leben, dann geht es mir am besten. Viele Grüße, Doro
Hallo und danke für die Aufnahme in dieses Forum .Ich bin 58 Jahre alt in den Wechseljahren und leide seit ein paar Jahren an Hitzewallungen (mal mehr mal weniger) Schlafstörungen ,Rosazea,trockenen Schleimhäuten und Stimmungsschwankungen.
Ich bin Trainerin ,gebe Kurse in Fitnessstudios und Turnvereinen und halte mich mit 9 Stunden die Woche fit.
Außer dem Multi ,Vitamin D ,Eisen und Omega 3 nehme ich nichts an NEM.
Ich bin leider kein Gemüseliebhaber ![]()
Ich freue mich auf eine tolle Frauen Community
Hallo zusammen,
erst einmal vielen Dank für die Aufnahme in dieses Forum, ich finde es großartig, dass es ins Leben gerufen wurde.
Ich bin 48 Jahre alt und seit etwa 43 in den Wechseljahren. Gemerkt habe ich es zunächst an grundlosen Aggressionen, plötzlichem Ausflippen wegen Kleinigkeiten, starkem Nachtschweiß, Gelenkschmerzen, extremen Schlafstörungen und einer sehr unregelmäßigen bis ausbleibenden Periode.
Nach einer Blutabnahme bei meiner Frauenärztin stand die Diagnose fest, und mir wurden Gynokadin (Östrogen-Gel) sowie Famenita (Progesteron) verschrieben. Nach ca. 2–3 Wochen habe ich die volle Wirkung gespürt, seitdem nehme ich beides durchgehend und es geht mir wieder richtig gut.
Vor etwa einem Jahr kam noch vaginale Trockenheit dazu, die ich mit einer Estriolsalbe aber sehr gut in den Griff bekommen habe.
Meine Periode ist inzwischen extrem unregelmäßig, mal mehrere Monate gar nicht, dann wieder ganz schwach für ein bis zwei Tage. Das ist manchmal nervig, daher freue ich mich ehrlich gesagt auf die endgültige Menopause, wenn diese Überraschungs-Blutungen endlich Geschichte sind.
Mit der bioidentischen Hormonersatztherapie fahre ich insgesamt sehr gut und habe nicht vor, sie abzusetzen oder auszuschleichen, auch wegen der wahrscheinlich vorbeugenden Wirkung im Hinblick auf Demenz, Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes etc.
Ich freue mich hier auf den Austausch mit euch und bin gespannt auf eure Erfahrungen.
Liebe Grüsse
Isabelle
Hallo,
es ist schön sich hier mit anderen zu dem Thema austauschen zu können.
Ich bin 54 Jahre und seit meinem 35. Lebensjahr habe ich Symptome der Wechseljahre. Bis vor 3 Jahren konnte ich die Symptome mit Ernährungsumstellung und NEMs beseitigen. HPU Test war positiv. Dann kam eine heftige Schlafstörung. Ich bekam Farmentia. Bereits ab dem 2. Tag der Einnahme ging es mir wieder gut. Anfang dieses Jahres bekam ich starke Gelenkschmerzen und war ständig am Weinen. Seit dem nehme ich jetzt täglich Gyokadin und die Schmerzen sind weg und ich bin auch wieder ich selbst. An NEMs nehme ich ziemlich viel. Vit. D, Omega3, Zink (mit Kupfer u. Mangan) u. Zink Komplex (insgesamt 60-80 mg), Vit. C (1 - 1,5 Gramm), Magnesium (1 Gramm), hochdosierter B-Komplex, VitaminB6, Calzium und Glutamin. Kurweise Vit. E, diverse Aminosäuren, Selen, B5 und Eisen, Kalium und Vitamineral. Bei den Blutwerten bleiben Magnesium, Zink und B6 am unteren Rand trotz regelmäßiger Einnahme. Meine Allmergien sowie die Histaminintoleranzmerke ich fast nicht mehr. Mit der aktuellen Dosis habe ich aber zumindest keine Mängel mehr.
Wenn ich alles absetze geht es mir nach ca. 2 Wochen extrem schlecht.
Beste Grüße, Eva
Hallo zusammen und Danke für die Aufnahme in diese Runde.
Wechseljahre, die langsam anfingen, hatte ich leider nicht sondern von einem Tag zum anderen die volle Dröhnung.
Mit 45 bekam ich die Diagnose Brustkrebs. OP, Chemo, Antikörper und abstellen der Östrogene erfolgten als Therapie, da ich bei allem, was den Krebs aggressiv macht, “hier” gerufen hatte. Das Gute ist, es hat funktioniert. Ich bin krebsfrei und das seit jetzt 18 Jahren. Der Haken ist, außer diversen Problemen, die mir durch die Therapien geblieben sind, kann ich keine Hormonersatztherapie machen. Schlafprobleme habe ich seit vielen Jahren, Melatonin brachte keine Besserung, also wieder abgesetzt, Magnesium hilft mir ein bisschen, ich kann dadurch besser einschlafen, aber bin trotzdem nachts ein bis zwei Stunden in der Nacht wach. Muskelkrämpfe sind weniger geworden, aber noch immer da. Seit einigen Monaten habe ich sehr starken Haarausfall. Laut Blutuntersuchung Schilddrüse in Ordnung, Eisen und Vitamin D etwas niedrig. Sonst alles im grünen Bereich. Eisen , Vitamin D, Vitamin B Komplex und Omega 3 substituiere ich seit einigen Wochen, aber bisher keine Änderung. Wenn ihr noch Ideen dazu habt, wäre ich sehr dankbar.
Hallo, Anja,
schön das du den Krebs besiegt hast!
Mir hatte Zink sehr gut gegen den Haarausfall geholfen und Aminosäuren in hohen Dosen. Vielleicht kannst du dir mal ein Aminogramm gönnen, dann siehst du was fehlt und kann das auffüllen. Meines war damals katastrophal und mir haben die Aminos auch beim Durschschlafen geholfen.
Alles Gute, Eva
Liebe Doro, liebe Frauen,
du hast auch lange nach dem Wechsel noch “Wechseljahresbeschwerden”. Du isst viele Proteine und Ballaststoffe, aber in einem anderen Faden Faden hast du geschrieben, dass du gesättigtes Fett sehr reduzierst.
Ich hatte meine letzte Regel mit 51 ohne große Unregelmäßigkeiten vorher. Ich habe dann auf die nächste gewartet und irgendwann gedacht, das war es dann wohl. Ich hatte nie Hitzewallungen und auch sonst keine der üblichen Beschwerden. Darüber habe ich mich schon gewundert und gefreut. Was ich in dieser Zeit bekam waren aber Darmprobleme mit schmerzhaften Blähungen, komischem Dünnpfiff … Daraufhin habe ich wieder angefangen mich über Ernährung zu informieren und habe immer mehr KH eingespart und endlich mal mehr Eiweiß gegessen. Meine Darmprobleme sind Geschichte, aber meine Interesse an Ernährung, Gesundheit bleibt, ich lese, höre, informiere mich immer weiter …
Vorher hatte ich mich eigentlich so ernährt, wie es jetzt immer mehr empfohlen wird: Viel Gemüse und Obst mit Nudeln, Reis, nur gelegentlich Fleisch. Zucker habe ich schon sehr lange reduziert. Woran ich nie gespart habe war tierisches Fett, Butter und Sahne habe ich immer geliebt.
Vielleich ist es genau das, was mir über den Wechsel geholfen hat: tierisches Fett enthält Cholesterin, essentiell für die Synthese aller Steroidhormone, also die Geschlechtshormone und auch das Stresshormon Cortisol.
Eigentlich sind alle “Wechseljahresbeschwerden” auch erklärbar mit Nährstoffmangel oder als Stresssymptome. Mit dem Älterwerden, dem alltäglichen Stress, nach evtl. mehreren Schwangerschaften und langer Stillzeit (bei mir) wirkt sich dann jahrzehntelange Mangel- und Fehlernährung aus und man wird eher stressempfindlich. Und Frauen trifft es oft härter als Männer, weil die eher versuchen über Fett sparen schlank zu bleiben (oder zu werden).
@ Isabelle schreibt: “grundlose Aggressionen, plötzliches Ausflippen wegen Kleinigkeiten” . Das kannte ich schon lange vor dem Wechsel und mit der Ernährungsumstellung hat sich das gelegt, ebenso wie die Stimmungsschwankungen. Also auch keine Folge des Wechsels.
Auf diese neue Sicht auf die Wechseljahre bin ich gekommen durch Videos und das Buch von Elizabeth Bright: “Good Fat is good for Women - Menopause” sehr empfehlenswert!
Als Biologin bin ich auch der Meinung, eine natürliche Entwicklung kann eigentlich nicht der Grund für solche Beschwerden sein. Nur Menschenfrauen und Weibchen weniger Walarten überleben ihre ihre fruchtbare Zeit um viele Jahrzehnte. Das hätte sich nicht entwickeln können, wenn es so gravierende Gesundheitsprobleme verursachen würde. Vielmehr ist ein Hinweis darauf, dass ältere Frauen auch ohne weitere Kinder wertvolle Beiträge zum Überleben ihrer Artgenossen leisten können.
Frauen haben nach dem Wechsel - mit der richtigen Ernährung, Bewegung, Stressreduktion und ein bisschen Glück - noch viele aktive, gute Jahre vor sich und sind nicht abhängig von Hormonersatz oder anderen chemischen Krücken.
In diesem Sinne euch allen ein gesundes neues Jahr
Uli