Mich interessiert eure Meinung zu einem Thema, das in letzter Zeit häufiger diskutiert wird:
Es wird zunehmend die Auffassung vertreten – u.a. auch in Anlehnung an Valter Longo –, dass bestimmte Aminosäuren wie Leucin und Methionin für Menschen, die nicht mehr ganz jung sind, eher ungünstig sein könnten. Vor allem dann, wenn man zusätzlich Proteinpulver verwendet.
Die Argumentation geht ja oft in Richtung mTOR-Aktivierung, beschleunigte Alterungsprozesse und mögliche langfristige Nachteile durch eine dauerhaft hohe Zufuhr dieser Aminosäuren. Auf der anderen Seite stehen natürlich Aspekte wie Muskelerhalt, Krafttraining, Sarkopenie-Prävention usw., bei denen Leucin lange als besonders wichtig galt.
Wie schätzt ihr das ein?
– Macht ihr bewusst Einschränkungen bei Leucin/Methionin?
– Seht ihr eher Risiken oder überwiegen für euch die Vorteile, gerade bei Training im mittleren oder höheren Alter?
– Gibt es aus eurer Sicht gute Alternativen oder differenzierte Strategien (z. B. zyklisch, trainingsabhängig)?
Hey Peggy,
das Beispiel zeigt gut, dass Ernährung nicht schwarz und weiß ist und es vor allem keine einheitliche Lösung für alle gibt.
Klar ist: Verzicht lässt uns länger leben. Wie sehr du davon profitierst hängt aber von deiner eignen Stoffwechselgesundheit ab.
Fakt ist aber auch, dass für alle älteren Menschen die Teppichkante zur großen Gefahr wird und ein Sturz oft direkt zum Hüft- oder Oberschenkelbruch führt. Die anschließende Bewegungsunfähigkeit hat dann oft den raschen kognitiven Verfall zur Folge. Je besser die Muskulatur und die Knochengesundheit erhalten wird, desto geringer ist das Risiko dafür.
Wie viel dir der Verzicht also bringen würde ist von verschiedenen Faktoren abhängig, z. B. Knochenmineralisierung, Insulinantwort, Fettanteil, Hormonstatus, Nährstoffversorgung, Absorption im Darm, Ernährungsstil, Muskelanteil usw.
Verzicht und Erhalt lassen sich aber auch kombinieren. Für mich die logischste Formel für Frauen: Keine langen/strengen Fastenperioden, sondern dauerhaft nicht überessen. Heißt: Proteinreiche Mahlzeiten wählen, aber bei der Regel mit den 80% bleiben. Also: Nicht vollkommen satt- und überessen, sondern bis man ca. 80% gesättigt ist.
LG, Franziska von edubily
Ich kürze sowas für mich immer ab und frage mich: Will ich (nur) alt werden? Oder will ich gesund, eigenständig, mobil alt werden? Ich werde lieber nur 86 und bin bis dahin möglichst fit und eigenständig, also 91 zu werden aber die letzten Jahre zu sehr auf Hilfe angewiesen oder gar bettlägerig zu sein ![]()
Ein guter Punkt. Lieben Dank