Gebärmutterentfernung bei srarken Blutungen durch Myom

ich bin 48 Jahre alt, perimenopausal, und habe eigentlich mein ganzes Leben schon mit sehr starken Blutungen zu kämpfen. In letzter Zeit sind sie aber extrem geworden. Laut meinem Gynäkologen liegt das vor allem an einem 3 cm großen Myom in der Gebärmutterwand.

Zusätzlich habe ich immer wieder mit HPV-bedingten Zellveränderungen zu tun und hatte 2021 bereits eine Konisation. Mein Arzt empfiehlt mir deshalb eine Gebärmutterentfernung – sowohl wegen der Blutungen als auch wegen der wiederkehrenden Dysplasien.

Ich bin ehrlich gesagt etwas unschlüssig. Einerseits denke ich mir: Mit 48, also so kurz vor dem Ende der natürlichen Zyklusphase, braucht man die Gebärmutter ja vielleicht nicht mehr unbedingt. Andererseits möchte ich kein unnötiges Risiko eingehen und die ständigen starken Blutungen belasten mich zunehmend.

Deshalb meine Frage an euch: Wer hat Erfahrungen mit einer Gebärmutterentfernung? Wie habt ihr die Entscheidung getroffen und wie ging es euch danach – körperlich wie auch emotional?

Ich freue mich sehr über eure Erfahrungsberichte und Gedanken

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Hallo Peggy

Mir wurde mit 47 die Gebärmutter entfernt, nach monatelanger Dauerblutung. Ich bestand allerdings darauf, das mit einem Bauchschnitt zu machen, und die Fettschürze, die von meinen Zwillingen übrig blieb, ebenfalls zu entfernen. Ausserdem wollte ich, dass die Eierstöcke drin bleiben. Ist 25 Jahre her, es gab für mich auch keine Emotionalen Probleme danach.

Im Nachhinein war das die richtige Entscheidung und ich habe es keinen Tag bereut. Die permanente Blutarmut und die ewige Müdigkeit hat damit aufgehört.

Am Ende kann dir die Entscheidung keiner abnehmen.

Anmerkung; Heute weiss ich, dass man noch andere Lösungen hätte versuchen können. Progesteronmangel beheben, Schilddrüse in Ordnung bringen oder einfach abwarten, denn Myome schrumpfen mit den Wechseljahren z.B. aber all das Wissen hatte ich damals nicht.

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Hallo Peggy,

ich hatte mit 45 monatelang eine so starke Dauerblutung, dass ich sogar Eiseninfusionen bekam. Mir fielen die Haare aus, ich war nur noch müde und wurde aufgrund meines schlechten Zustandes mehrfach krank geschrieben. Mein Gynäkologe riet mir dringend dazu.

Emotional war es insoweit kein Problem für mich, da ich zwei, zu dieser Zeit schon erwachsene, Kinder hatte. Und mir mit Mitte Dreißig die Tuben hatte unterbrechen lassen, da ich keine weiteren Kinder mehr wollte.

Bei mir wurde die Op durch die Vagina ausgeführt. Auch wenn es die ersten 48 Stunden nach der OP wirklich sch….weh tat, heilte alles vollkommen ohne jegliche Probleme.

Das alles ist 17 Jahre her und ich war im Nachhinein sehr froh diesen Schritt gemacht zu haben, da es mir danach sehr schnell wieder richtig gut ging.

Ganz lieben Dank für deine Erfahrungen