Eisenaufnahme verbessern: was wirklich einen Unterschied macht

Liebe Frauen,

Eisen ist eines der Themen, das wir im Forum immer wieder ansprechen — weil es so viele von euch betrifft und weil es so oft falsch eingeschätzt wird. Ein aktuelles Review im BMJ Nutrition Prevention & Health (2026) hat uns dazu einen interessanten neuen Blickwinkel geliefert: Nicht nur wie viel Eisen ihr aufnehmt, sondern womit ihr es kombiniert, scheint einen erheblichen Unterschied zu machen.

Was die Studie zeigt

Forscher haben 17 Studien zusammengefasst, in denen Frauen und Mädchen Guavensaft zusammen mit Eisenpräparaten einnahmen.

Das Ergebnis: Die Kombination aus Guavensaft und Eisensupplement führte im Durchschnitt zu einem Hämoglobinanstieg von 1,29 g/dl mehr als Eisenpräparate allein. Ein Anstieg in diesem Bereich kann bei manchen Frauen den Unterschied machen zwischen „leicht anämisch“ und „nicht mehr anämisch“.

Die Studien haben Einschränkungen: Sie sind größtenteils klein und haben kein Langzeit-Follow-up. Die Ergebnisse sind also als Hinweis zu verstehen.

Warum das allerdings biologisch Sinn ergibt

Hinter dem Effekt steckt Vitamin C. Guava enthält bis zu viermal mehr Vitamin C pro 100 g als Orangen und Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen erheblich.

Das ist eigentlich kein neues Wissen. Neu ist die Erkenntnis, wie groß der Unterschied in der Praxis sein kann.

Was das für euren Alltag bedeutet

Viele Frauen nehmen Eisenpräparate, ohne darauf zu achten, womit sie sie einnehmen. Dabei ist der Kontext entscheidend.

Ein paar Dinge, die rund um Eisen zu beachten sind:

Vitamin C zur Eisenquelle dazugeben. Ein Glas Guavensaft, Orangensaft oder eine Portion Paprika, Kiwi oder Erdbeeren zur gleichen Mahlzeit oder zum Supplement kann die Aufnahme deutlich verbessern.

Kaffee und Tee zeitlich zur Eisenaufnahme trennen. Beide Getränke enthalten Verbindungen, die die Eisenaufnahme hemmen. Idealerweise mindestens eine Stunde Abstand zum Supplement oder zur eisenreichen Mahlzeit.

Ferritinwert im Blick behalten. Der Hämoglobinwert allein reicht oft nicht. Ferritin als Speicherparameter gibt ein vollständigeres Bild. Viele Frauen liegen „im Normbereich“, fühlen sich aber trotzdem erschöpft.

Habt ihr Erfahrungen damit, wie und womit ihr Eisen aufnehmt? Und hat sich das bei euch auf eure Werte oder euer Wohlbefinden ausgewirkt?

Liebe Grüße,
Marleen von edubily

Quelle: Mansoor, J., Munaf, F., Umair, M. et al. (2026). Effect of guava juice intake on haemoglobin levels in Indonesian females: a systematic review and meta-analysis. BMJ Nutrition, Prevention & Health. DOI: 10.1136/bmjnph-2025-001466

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